Donnerstag, 10. Juni 2010

Termin für das Standesamt

Genau heute in einem halben Jahr werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit unsere standesamtliche Hochzeit feiern. Heute haben wir den Termin nach Absprache reserviert, Anfang nächster Woche werden dann unsere Papiere in Herzogenrath ankommen und der Termin geht klar. Schiefgehen kann also nicht mehr allzu viel und wir freuen uns schon tierisch, da die Hochzeit nun in sehr greifbare Nähe rückt.
Herzogenrath? Das ist eine Stadt unmittelbar neben Aachen. Wir haben uns dafür entschieden, da es dort eine schöne kleine Burg gibt, die sich über der Stadt erhebt und auch im Winter die Möglichkeit einer standesamtlichen Trauung bietet.
Die Zeremonie werden wir im engsten Familienkreis abhalten, ein paar Monate später kommt es dann zur großen freien Trauung und der anschließenden Feier mit wesentlich mehr Gästen.
Wir freuen uns schon sehr darauf, nach deutschem Recht als verheiratet zu gelten, auch wenn der Tag vermutlich etwas weniger spektakulär als der 23. April im nächsten Jahr wird.

Freitag, 21. Mai 2010

Weiße (Alb-)Träume - Teil 7

Der Urlaub neigte sich langsam dem Ende zu. Zwei Tage auf den Pisten blieben uns noch, doch einen erneuten Versuch, uns auf die rote Piste zu wagen, unternahmen wir nicht.
Am vorletzten Tag versuchten wir also erneut und überaus vergeblich, auf dem Idiotenhügel irgendwelche Fortschritte zu erreichen. Erinnerungen gibts es nicht mehr viele, womit der Höhepunkt des Skitages vermutlich der Besuch einer warmen Hütte zur Mittagszeit war. Das Wetter war kalt und die Sonne zeigte sich nun leider eher selten - irgendwie passte das ja zu unserer Stimmung.
Wie üblich begaben wir uns zurück in unsere Hütte und aßen gemeinsam zu Abend. Danach wollten Sarah und ich ins Dörfchen und packten uns warm ein. Es schneite und wir machten auf unserem Spaziergang hinunter ins Tal viele Fotos. Wir bauten gemeinsam einen kleinen knubbeligen Schneemann, etwas später versuchte Samuel "I love you" in den Schnee zu malen. Kaum war er fertig, kam ein Pärchen mit Hund vorbei. Passend zum Urlaub tapste das Tier durch den Liebesbeweis, der anschließend lachend erneut gestartet wurde.




Es kamen lustige Bilder zustande und einen Schneeball, den Samuel in den großen Fluss im Tal warf, verfolgten wir einige hundert Meter, da er in dem eiskalten Wasser einfach nicht schmelzen wollte.
Im Dorf besuchten wir ein paar kleine Lädchen, trafen auch meinen Bruder und lachten herzhaft beim Anblick von der Maske, die er sich in einem Geschäft aufsetzte.



In einer kleinen Videothek kauften wir uns "Königreich der Himmel" und machten uns schließlich erholt und zufrieden auf den Rückweg.
Hier war er auch schon, der Abend, der uns am Ende die schönsten Erinnerungen und meisten Fotos einbrachte. Da Sarah etwas krank geworden war, beschloss sie, am folgenden letzten Skitag in der Hütte zu bleiben, während Samuel und Simon für den Tag auf Skier umrüsteten, um wenigstens zum Schluss noch einmal in das echte Gefühl von Abfahrt zu kommen...

Donnerstag, 15. April 2010

Die mühsame Planung einer Hochzeitsreise

Die Hochzeitsreise soll immer etwas ganz besonderes sein. Und damit sie auch genau das wird, ist im Vorhinein viel Arbeit nötig. Seit Tagen bzw. eigentlich schon seit Wochen und Monaten suchen wir im Internet oder in Reisekatalogen nach günstigen, aber dennoch tollen Angeboten. Das größte Problem ist die Vielfalt der Möglichkeiten:
Soll es eine einsame Trauminsel inmitten der weiten Ozeane sein? Mauritius, Malediven & Co winken hier sogar mit Watervillas, kleinen Häuschen, die über dem Wasser erbaut wurden und von denen man seinen eigenen Zugang zum Meer hat.
Dann gibt es beispielsweise Thailand, eine völlig andere Kultur mit wunderschönen Orten. Die Dominikanische Republik oder auch die Mittelmeer-Länder Türkei, Spanien, Italien & Co winken mit tollen Stränden und All Inclusive-Hotels.
Aber es gibt auch deutlich mehr als Sonne, Strand, Pool und Meer. Wie wäre es z.B. mit einer Reise durch Amerika? Oder ein Besuch einiger großen deutschen oder mitteleuropäischen Städte? Eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer oder aber durch Nordeuropa - vorbei an den wundervollen Fjorden Norwegens und vielleicht sogar bis hinüber nach Russland.
Ein Wellnessurlaub in den idyllischen Alpen ist auch etwas wunderschönes.
Man merkt schnell - die Vielfalt ist überwältigend, was bei den Kosten nicht anders aussieht. Von überraschend günstig bis unfassbar teuer ist alles dabei.
Nun suchen wir Tag für Tag nach tollen Angeboten, auch wenn sie nur für diese Saison gelten, um uns Klarheit über unser Traumziel zu verschaffen. Noch könnten sich unsere Flitterwochen in alle möglichen Richtungen entwickeln, als nächsten Schritt werden wir vermutlich erstmal unser Budget definieren.
Sobald wir zu einer ersten Entscheidung gekommen sind, erfahrt ihr natürlich hier, wo es hingehen könnte. Gerade weil die Vielfalt so riesig ist, macht die Planung des einmaligen Liebesurlaubs besonders viel Spaß.

Freitag, 2. April 2010

Lachen macht Glücklich!

Wir hoffen natürlich, dass unserer Hochzeitstag perfekt wird und auch alles so abläuft, wie wir uns das im Voraus ausmalen. Allerdings kann es immer kleinere Pannen geben, aber die machen eine Hochzeit ja auch ein Stück weit persönlicher. In der Hoffnung, dass wir von allzu großen Missgeschicken verschont bleiben, zeigen wir euch heute unsere Top 5 der lustigsten Hochzeitspannen bzw. -zwischenfälle.

Zuvor vergeben wir aber noch einen Sonderpreis für die verrücktesten Brautmonster der Welt. Hier seht ihr das Event des Jahres für amerikanische Bräute. Ein Laden in Boston kauft das ganze Jahr über teure Designerkleider und verkauft sie dann an einem Tag im Jahr zum absoluten Schleuderpreis. Da campieren Bräute auch gerne schon morgens um sechs vor dem Laden und prügeln sich um jedes Kleid...




Nun aber zu den Platzierungen!
Auf Platz 5 seht ihr die klassische Hochzeitspanne: Der Ohnmachtsanfall - aber es ist nicht der Bräutigam! ;)



Auf Platz 4 zeigen wir euch den Grund, warum eine Winterhochzeit für uns nicht in Frage kommt. Zum Glück hat es nur der Videograf gesehen.



Auf Platz 3 der Alptraum jedes Hochzeitspaares: Das Tortendesaster! Immerhin können sie darüber lachen...



Auf Platz 2 darf nicht fehlen: Das lustigste Eheversprechen der Welt!



Und zum Schluss, die lustigste Panne auf Platz 1: Ein verhängnisvoller Stolperer!



Viel Spaß beim Lachen!

Sonntag, 28. März 2010

Zeitmanagement

Wir haben schon eine ziemlich genaue Vorstellung von unserem großen Tag und deshalb präsentieren wir euch heute unseren vorläufigen Zeitplan.

Samstag, der 23.04.11
  • 10:00 Uhr Standesamtliche Trauung (im engsten Familienkreis) mit anschließendem kleinem Sektempfang
  • 10:45 Uhr Fotosession
  • 12:45 Uhr Abfahrt zur freien Trauung
  • 13:30 Uhr Beginn der freien Trauung mit anschließendem Sektempfang
  • 15:30 Uhr Wechsel der Location
  • 16:00 Uhr Kaffee und Kuchen
  • 19:30 Uhr Abendessen
Natürlich kann es sein, dass wir doch noch ein paar kleine Änderungen vornehmen, was vor allem auch von unserer Wunschlocation für die standesamtliche Trauung abhängt. Den Termin kann man ja leider erst sechs Monate vorher festlegen und so müssen wir dann vielleicht noch einmal unsere Planung verändern, wenn in der Location an diesem Tag keine Trauungen durchgeführt werden. Vielleicht wird dann die standesamtliche Trauung auf einen anderen Tag geschoben, auch wenn wir es schöner finden nur "einen" Hochzeitstag zu haben.

Donnerstag, 25. März 2010

Deutschland versus Amerika

Was die Hochzeit und die Hochzeitsvorbereitungen angeht, so wäre ich wohl besser Amerikanerin geworden. ;) Hochzeiten haben dort einen wirklich sehr hohen Stellenwert und werden bis in das kleinste Detail ausgearbeitet. Da muss wirklich alles haargenau zueinander passen und wehe wenn nicht. Zur Zeit surfe ich daher auch ganz gerne auf amerikanischen Blogs. Dort erhält man einfach viel kreativere Ideen und auch gute Tipps, wie man Dekoelemente günstig selbst herstellen kann. Wer also daran interessiert ist, auch ein paar ungewöhnliche und einzigartige Dinge in seine Hochzeit einzubauen, dem kann ich nur empfehlen sich auch auf amerikanischen Blogs mal umzuschauen. Hier zeige ich euch mal die drei, die ich im Moment am liebsten besuche
  1. Bride on a Budget
  2. "I do"-it-yourself
  3. Snippet an Ink
Worauf die Amerikaner bei Hochzeiten offensichtlich besonders stehen sind sogenannte Candybars. Auch wenn ich dieses süße, klebrige, bunte Zuckerzeug nicht sonderlich lecker finde, so ist die Idee doch nicht schlecht. Man kann seine Candybar nach den eigenen Vorstellungen individuell bestücken und etwas besser an den deutschen Süßigkeitengeschmack anpassen. Allerdings verzichten die meisten amerikanischen Bräute dafür auch auf ein zusätzliches Nachspeisenbuffet. Trotzdem muss ich sagen, dass mir die Idee immer besser gefällt, vielleicht kann man Candybar und Nachspeisenbuffet kombinieren. Einfach zwischen die Nachspeisen noch ein paar andere Naschereien in hohen Glasbehältern dazu stellen. Das hätte auch einen sehr hohen dekorativen Charakter. Schließlich sehen Gummibärchen, Marshmallows, Lakritz und Co nicht gerade schlecht aus. Die Kinder werden sich vermutlich auch sehr freuen - die Eltern wohl eher weniger. ;)
Zum Schluss zeige ich euch mal wie in Amerika so eine Candybar aussehen kann. Dabei habe ich mich für zwei völlig verschiedene Varianten entschieden. Die erste Bar ist sehr dezent, völlig in schwarz-weiß gehalten und sieht daher auch sehr stilvoll aus. Die zweite Variante erinnert vielleicht ein bisschen an Kindergeburtstag und ist etwas für farbenfrohe Hochzeiten.


Mittwoch, 24. März 2010

Hochzeitstorte

Bei der Gestaltung unserer Hochzeit legen wir sehr viel Wert darauf, dass sie zu uns und unserem Leben passt. Wir werden klassische Elemente einbauen (manche Traditionen und Bräuche sind ja ganz schön), aber wir werden auch unsere eigenen Ideen verwirklichen. Als wir uns Gedanken darüber gemacht haben, wie unsere Hochzeitstorte aussehen könnte, waren wir uns sofort einig, dass wir keine "typische" Torte mit weißem Fondantüberzug (igitt!) oder Rosen haben wollen. Diese Torten finden wir meistens nämlich ziemlich hässlich und sie passen auch überhaupt nicht zu uns. Wir haben auch schon verschiedene Ideen wie unsere Torte aussehen soll, allerdings müssen wir da noch einige Dinge abklären. Schließlich kann man nicht jede Idee in eine Torte umsetzen - sie soll ja auch eine gewisse Standfestigkeit haben und natürlich gut schmecken. Ihr dürft euch also schonmal darauf gefasst machen, dass ihr solche Torten, wie ihr sie auf den folgenden Bildern seht, bei uns nicht antreffen werdet.



Auch die Tortenfiguren, die man üblicherweise so im Handel bekommt, sehen ja meist zeimlich grausig aus. Man hat die Auswahl zwischen blonder, brünetter oder schwarzhaariger Barbie mit dazu passendem Ken. Wir werden uns auch bei der Tortenfigur wohl für ein etwas moderneres Modell entscheiden. Falls wir nichts finden sollten (eher unwahrscheinlich, weil wir da schon was ins Auge gefasst haben), dann kann ich immer noch meine alten Sachen nach Barbie und Ken durchwühlen, was vermutlich keinen Unterschied machen würde. ;)

Zum Schluss zeige ich euch heute noch ein paar meiner Lieblingstorten. Auch wenn keine dieser Torten so aussieht wie unsere Traumtorte, so sind sie doch alle sehr kreativ und wirklich wunderschön anzuschauen.

Sonntag, 21. März 2010

Blumenmädchen

Da in einem Kommentar zu unserer freien Trauung nach den Blumenmädchen gefragt wurde, möchten wir darauf natürlich auch gerne antworten. Die großen Unterschiede zwischen den Trauungen sind erstmal nur, dass in der Kirche auch Gott mit im Mittelpunkt steht und bei einer freien Trauung ausschließlich wir und unsere Liebsten. Daher wird es bei uns selbstverständlich auch Blumenmädchen geben. Allerdings findet unsere freie Trauung in einem Raum statt, von dem wir anschließend nicht nach draußen sondern nur in das Foyer zum Sektempfang ziehen. Daher werden vermutlich echte Blüten nicht erlaubt sein, so dass wir dann auf Seidenblüten ausweichen müssen. Die sind kaum von echten Blüten zu unterscheiden und hinterlassen keine unerwünschten Spuren auf dem Teppich im Foyer. ;)
Als Blumenmädchen wünschen wir uns Sarahs Schwester Lea und Sarahs Cousinen Jil und Laura. Ob auch von Samuel noch eine Cousine mitmachen möchte, werden wir noch absprechen.
Aufgrund des regen Interesses an den Blumenmädchen zeigen wir euch jetzt unsere Lieblingskleider.



Diese Kleider sind natürlich erstmal nur Vorschläge. Schließlich müssen wir vorher ausprobieren wie solche Kleider dann an unseren Blumenmädchen aussehen und ob sie ihnen überhaupt gefallen. Aber für eine erste Vorstellung davon, wie Blumenmädchen aussehen können, sind diese Bilder gut geeignet. Kommentare dazu, wie ihr die Kleidchen findet sind ausdrücklich erwünscht - vor allem von mitlesenden Blumenmädchen. ;)

Zum Schluss zeigen wir euch noch unsere Lieblingsaccessoires für Blumenmädchen und hoffen, dass wir die Neugier damit erst einmal befriedigt haben.


Samstag, 20. März 2010

Gute Gründe für eine freie Trauung

Da wir bereits in der ersten Zeit einige erstaunte Blicke und Rückfragen zu unserer Planung eine freie Trauung zu machen erhalten haben, möchten wir auf dieses Thema einmal näher eingehen.
Wir haben uns ganz bewusst für eine freie Trauung entschieden, da wir glauben, dass diese Art der Zeremonie besser zu uns passt und auch unsere Einstellungen besser repräsentiert. Warum sollten wir in einer Kirche heiraten, wenn Samuel erstens noch nicht einmal getauft ist, zweitens wir seit wir in Aachen wohnen noch nie einen Gottesdienst besucht haben und drittens auch sonst überhaupt keinen Bezug zu Kirche haben? Nur für die Hochzeit wollen wir unser Verhalten da nicht groß ändern. Dennoch möchten wir bei unserer Hochzeit die schönen, persönlichen Momente einer Zeremonie genießen. Wir wollen uns aber nicht das langweilige Gerede von einem Pfarrer anhören müssen, der vielleicht kaum oder gar nicht auf uns und unsere Wünsche eingeht. Wir wollen uns auch nicht immer die gleichen öden Kirchenlieder anhören, bei denen sowieso keiner mitsingt. Und unseren Trauspruch, der uns ein Leben lang als Paar begleitet, wollen wir definitiv nicht aus der Bibel wählen. Wir sind sehr weltlich orientierte Menschen und wollen, dass sich das auch in unserer Trauung widerspiegelt. Natürlich schafft eine Kirche eine besondere Atmoshäre, aber die kann man auch an anderen tollen Orten schaffen. Was bringt einem die schönste Atmospäre, wenn man sich gleichzeitig völlig fehl am Platze fühlt?
Heutzutage werden freie Trauungen immer beliebter und das aus gutem Grund. Man kann die Zeremonie an wunderschönen Orten veranstalten und auch den Ablauf an seine persönlichen Vorlieben anpassen. Für die älteren Generationen mag das vielleicht etwas ungewohnt sein, doch liegen die vielen Vorteile auf der Hand.
Wir freuen uns schon darauf, die Trauung individuell gestalten und Freunde und Familie miteinbeziehen zu können.

Freitag, 19. März 2010

Weiße (Alb-)Träume - Teil 6

Nach dem absoluten Tiefpunkt unseres Urlaubs wollten wir wenigstens unseren freien Tag in den Alpen angemessen nutzen. Nachdem wir uns erstmal in Ruhe ausgeschlafen und anschließend gefrühstückt hatten, beschlossen wir, zum nächsten Ort ins Schwimmbad zu fahren. Wir packten also die Badesachen ein und fuhren mit dem Familienvan hinunter ins Tal. Um zum anderen Ort zu gelangen, folgten wir dem Tal und natürlich auch der Talstraße. Etwas später genossen wir dann die großen Schwimmbecken des Bades und entspannten in der willkommenen Wärme.
Nach ein paar Stunden traten wir den Rückweg an. Wir fuhren plaudernd über die Talstraße zurück, als urplötzlich dichter Nebel vor uns auftauchte. Ehe wir uns versahen, waren wir mittendrin und es wurde immer schlimmer. Mit einem Mal konnte Samuel nicht einmal die entgegenkommenden Fahrzeuge auf der Landstraße sehen und sogar die Fahrbahnmarkierung war nahzu weg. Selbst die Nebelscheinwerfer halfen nicht wirklich und so fuhren wir mit äußerster Vorsicht und langsamer Geschwindigkeit weiter. Es war ziemlich gefährlich, da vor, hinter und neben uns rein gar nichts zu sehen war und Samuel jederzeit brems- und reaktionsbereit sein musste. Nach quälend langen Sekunden, die sich bis in den Minutenbereich zogen, verschwand die Nebelwand um uns herum. Wir hatten sie hinter uns gelassen und konnten nun wieder vernünftig sehen. Noch ziemlich aufgewühlt fuhren wir das restliche Stück nach Hause und mussten uns dort erstmal von der Rückfahrt erholen. Den restlichen Tag verbrachten wir in Ruhe und guckten uns Shrek im Fernseher an.

Ein typisches Bild: Simon saß frustriert im Schnee - genau wie auch wir.

Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf den Weg, denn heute ging es wieder hoch in die Berge. Viel gibt es nicht zu erzählen, die meiste Zeit des Tages verbrachten wir erneut am Idiotenhügel, in der leisen Hoffnung, irgendwann einmal den Dreh herauszuhaben und uns ein zweites Mal auf die rote Piste zu wagen. Es klappte nicht wirklich, denn immer noch war die Piste zu flach und kurz und unsere Künste zu unausgereift. Am Ende des Tages überredete Samuel Sarah, mit dem Sessellift hochzufahren, um es an einer anderen roten Piste zu versuchen. Als wir oben ankamen, war es schon ziemlich spät und wir mussten uns durchaus beeilen. Zu einer Abfahrt kam es aber nicht, denn Sarah war einfach fertig mit den Nerven und wollte nur noch zurück in die Ferienwohnung. Die Gefahr, dass wir es nicht rechtzeitig vor dem Schließen der Lifte nach unten schafften, war ziemlich hoch, daher überredeten wir den Mann am Lift, uns wieder nach unten fahren zu lassen.
Etwas später stiegen wir niedergeschlagen in die Gondel und fuhren hinunter ins Tal, um anschließend im Skibus bis zur Hütte durchgeschüttelt zu werden. Wieder war es ein frustrierender Tag gewesen und Motivation wie auch Hoffnung waren mittlerweile kaum noch vorhanden. Wie sollte dieser Urlaub noch enden?